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Monday
3. May 2010

Am Anfang war das Knäuel...

Posted by *+* Fee *+* in ~Lace, Schals und Tücher
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Am Anfang war das Knäuel...

Das denke ich zumindest jedes Mal, wenn ich dieses Foto anschaue. Ich mag es sehr gerne; erst recht, weil ich nicht gedacht hätte, dass mit einem "ollen" Handy so schöne Bilder möglich sind!

Kauni-Garn in der Farbe 'EM'

Am Anfang war also das Knäuel, genauer gesagt ein Knäuel Kauni-Garn (100% Schurwolle) in der Farbe 'EM'.
Diese Wolle habe ich bei einem Tausch von einer estnischen Strickerin bekommen. Sie (die Wolle, nicht die Strickerin) kam in einem Strang von 280g Gewicht und einer Lauflänge von 1121,4m daher.
Da ich zu diesem Zeitpunkt mehr als nur einen Stang zu wickeln hatte, war das ein guter Grund, sich endlich einen Wollwickler anzuschaffen. Damit geht das Wickeln wesentlich schneller und ordentlicher.

Kauni-Garn in der Farbe 'EM'

Aus diesem Knäuel sollte ein Revontuli werden, und so schlug ich am 18.04.2009 mit Nadelstärke 5,5mm die nötigen Maschen für mein zweites Lace-Tuch an.

Revontuli Abschnitt 1

18.04.2009: Die Reihen 1-25 sind gestrickt. Das Garn ist ziemlich kratzig, man findet darin sogar noch getrocknetes Heu. Wie viele Stricker/innen von dem Garn wohl Hornhaut an den Fingern bekommen?

19.04.2009: Die Reihen 26-78 sind gestrickt. Sie werden immer länger. Das Garn leuchtet herrlich, und die Farbübergänge sind wunderbar fließend. Ich liebe es jetzt schon!

Revontuli Abschnitt 2

22.04.2009: Die letzten zwei Tage war ich ziemlich strickfaul; ich habe die Nadeln nicht mal angeguckt. Aber heute habe ich dann doch noch etwas getan. Die Reihen 79-107 sind überstanden, was bedeutet: 50% des Musters sind geschafft!
Das Muster ist wahnsinnig einfach zu stricken und prägt sich so schnell ein, dass man es schnell auswendig strickt.

Revontuli Abschnitt 3

25.04.2009: Gestern und heute habe ich den Rest des Musters gestrickt. Eigentlich wäre das Tuch jetzt fertig. Da ich aber einen größeren Revontuli möchte und noch 100g Garn übrig habe, mache ich einfach weiter.

28.04.2009: Ich habe das Tuch mit zu den Oecher Wollweibern genommen, aber wirklich weit bin ich nicht gekommen. Nette Leute lenken eben ab, so dass man darüber das Stricken ganz vergisst. ;-)

03.05.2009: Heute habe ich mich dazu gezwungen, das Tuch endlich zu beenden. Ich wollte das Ding fertig haben! Versteht mich nicht falsch: Das Muster ist klasse und es sieht wahnsinnig effektvoll aus, wenn man es mit Multicolor- Garn strickt. Aber ich war am Ende so gelangweilt von diesem einfach zu strickenden Muster und den sich wie Kaugummi ziehenden Reihen, dass ich mir jedes Mal erneut einen Tritt in den Allerwertesten geben musste, um nach einer Pause wieder weiterzustricken.

Revontuli Rückenansicht

Änderungen: Ich habe einen Rapport mehr als vorgegeben gestrickt. Ich hatte gehofft, es würde für einen weiteren Rapport reichen, jedoch hat das garnmäßig leider nicht mehr hingehauen. Meine letzte Reihe bestand aus 411 Maschen.

Revontuli Seitenansicht

Da ein halber Rapport nicht so schön aussieht, habe ich von dem Garn nun noch 33g über. Insgesamt benötigt habe ich für den Revontuli also 247g, was einer Lauflänge von 989,2 m entspricht. Vor dem Spannen hatte das Tuch eine Breite von 170cm und eine Länge von 81cm, nach dem Spannen kam ich auf 210cm x 112cm.

Fee und ihr Revontuli

Das Tuch ist - obwohl oder vielleicht gerade weil so simpel - ein absolutes Lieblingsteil! Es wärmt, und für diese Farbkombination könnte ich einfach sterben!


Liebe Grüße,

Fees Unterschrift
 

Tuesday
27. April 2010

Die verstrickte Dienstagsfrage 17/2010

Posted by *+* Fee *+* in ~Verstrickte Dienstagsfragen
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Die verstrickte Dienstagsfrage 17/2010

Das Wollschaf möchte diese Woche wissen:

Eine Frage an diejenigen, die Schals, Tücher und Ähnliches stricken!
Was macht ihr mit den Anfangs- bzw. Endfäden? Vernäht ihr die Fäden oder was macht ihr mit ihnen?

Oh, die Frage gefällt mir! Deshalb mache ich heute wieder mit. :-)

Wenn ich in einem Tuch mehrere Knäuel verstricke, so verfilze ich die Enden und Anfänge jeweils miteinander, sofern das Garn einen Wollanteil hat, der dies ermöglicht.
Hierzu teile ich die Fäden jeweils zur Hälfte, wobei die eine Hälfte eines jeden Fadens der Schere zum Opfer fällt. Das Teilen ist deshalb sinnvoll, damit die "Flickstelle" hinterher nicht als dickerer Faden erkennbar wird und ins Auge sticht. (Bei einem Tuch habe ich es letztens an einer Stelle vor lauter Gedankenlosigkeit bei einem Übergang vergessen. Das wurmt mich immer noch ein wenig.)
Dann lege ich die Enden übereinander, verzwirbel sie etwas, feuchte sie an (Spucke geht wesentlich besser als Wasser, auch wenn das nicht sehr appetitlich klingt) und bearbeite die Strecke anschließend mit einer Filznadel.
Zum Abschluss wird die Stelle kräftig zwischen den Handflächen verrieben. Durch die dabei entstehende Hitze wird der Faden noch mal gleichmäßiger verfilzt und erhält dabei eine ebenere und komprimiertere Oberfläche. Danach sieht man den Übergang mit bloßen Auge nur noch, wenn man gezielt und aus nächster Nähe danach sucht.
Zwei Fäden bleiben natürlich immer noch über, diese vernähe ich. Hierzu teile ich sie idealerweise auch zur Hälfte auf, damit sie sich unauffälliger ins Gestrick einfügen. Dann vernähe ich im Maschenbild. Das klappt so gut, dass ich hinterher oft selbst suchen muss, wo denn eigentlich vernäht wurde. Man sieht es nicht.


Liebe Grüße,

Fees Unterschrift
 

Monday
26. April 2010

Von Löchern, Perlen und Romantik

Posted by *+* Fee *+* in ~Lace, Schals und Tücher
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Von Löchern, Perlen und Romantik

Nanu! Löcher, Perlen und Romantik? "Was sollen denn diese drei Dinge miteinander zu tun haben?", höre ich euch nun fragen.
Ganz einfach! Bereits hier erwähnte ich nebenbei, dass ich mir im letzten Jahr eine neue Strickherausforderung gesucht habe, nachdem mir das Sockenstricken auf Dauer zu öde wurde. Und dieser neue Strickbereich hat definitiv ganz viel mit Löchern, romantischen Designs und manchmal eben auch mit Perlen zu tun.

Pearled Romance Detailaufnahme Perlen

Aber ich fange am besten von vorne an.

Ihr kennt das sicher: Man hüpft von einer Blogroll zur nächsten, entdeckt viele neue Blogs mit vielen neuen Techniken und noch schöneren Bildern und bleibt irgendwann staunend mit dem Gedanken "Wow, ist das schön! Das will ich auch haben!" hängen.
So jedenfalls ging es mir, als ich beim Stöbern im März des letzten Jahres beim Puminchen auf die Lace-Stola 'Pearled Romance' stieß. Leider fehlte dort zu diesem Zeitpunkt die Quellenangabe, so dass ich mich auf der Suche nach selbiger weiter durchs Netz wühlen musste.
Tante Google war mir aber hold und führte mich kurze Zeit später zu einem weiteren Blog, wo ich den Hinweis fand, dass dieses Strickmuster in der Yahoo-Gruppe Knitting Delight zu finden sei.

Ich meldete mich also extra für dieses Muster bei der Gruppe an und wurde leider erst mal enttäuscht, denn das Muster war dort nicht mehr verfügbar.
In dieser Strickgruppe werden regelmäßig wunderschöne Strickmuster der Designerin Birgit Freyer veröffentlicht, die dann über einen bestimmten Zeitraum als so genanntes "Mystery" gestrickt werden. Das funktioniert folgendermaßen:

Vor dem Start eines neuen Mysterys wird den Teilnehmern mitgeteilt, welche Materialien und wieviel davon zum Mitmachen nötig sind und über welchen Zeitraum sich das Projekt erstrecken wird. In der Regel variiert dieser - je nach Projektaufwand - zwischen anderthalb und drei Monaten.
Man weiß zu Beginn nicht, wie das fertige Strickstück (bei 'Knitting Delight' in der Regel Lace-Tücher) einmal aussehen wird. Nur die Form (Dreieck, Quadrat, Halbkreis, Rechteck,...) wird eventuell vorher verraten. Quasi ein Überraschungsei aus Wolle. Klingt spannend, oder?
Jede Woche wird ein neuer Hinweis, auch 'Clue' genannt, preisgegeben, der die Strickschrift für die nächsten Schritte enthält.
Diese Clues bleiben dann für die Dauer des Projekts zugänglich, werden allerdings nach Fertigstellung wieder gelöscht. Für die Pearled Romance kam ich also zu spät.

Zum Glück entdeckte ich schnell, dass Birgit einen eigenen Shop betreibt, und zwar Die WollLust. Ein genialer Name für ein Wollgeschäft, wie ich finde!
Dort entdeckte ich schlussendlich dann das Kaufmuster für die Pearled Romance.
Zunächst hatte ich Zweifel, ob ich mich wirklich an Lace heranwagen sollte; das sah in den Blogs immer so kompliziert und filigran aus, respekteinflößend. Andererseits war ich zu dem Zeitpunkt schon so hoffnungslos verliebt in dieses Tuch, dass ich meine Zweifel schnell über Bord warf und mir das Muster bestellte. Zusätzlich wanderten noch zwei Knäuel ' LaceMerino Handgefärbt' (865m/100g) in der Farbe 'Red Vine' sowie 2 Döschen Rocailles-Perlen der Firma Pracht in der Farbe Braun in meinen virtuellen Einkaufswagen.
Die Farbe würde ich allerdings eher als Rostrot oder Rehbraun mit leichtem Rotstich bezeichnen. Ein bisschen schade fand ich das nach Erhalt, da ich doch so gerne ein schönes Bordeaux-Rot für diese Stola gehabt hätte.

Am 5. März 2009 schlug ich das Tuch mit Nadeln der Stärke 4mm an:

Fees Pearled Romance Clue 1

Im Nachhinein würde ich dickere Nadeln verwenden, aber da ich zu dem Zeitpunkt noch keine Erfahrung in Sachen Lace hatte, kam mir die Maschenprobe mit dickeren Nadeln zu labberig vor (in der Gruppe wurden von Birgit die Größen 4-5mm für das Tuch angegeben; da ich damals noch recht fest gestrickt habe, hätte ich hier also besser 5mm genommen). Heute weiß ich, dass das so richtig gewesen wäre. Lacetücher sind eben doch anders als Socken.

Pearled Romance Detailaufnahme 1

Ich kam erstaunlich gut voran. Zunächst schaffte ich es, pro Tag jeweils einen Clue von insgesamt 10 zu stricken.

Pearled Romance Detailaufnahme 2

Allerdings bekam ich plötzlich Schmerzen im Ellenbogen, die sich als Golfarm herausstellten. Ich vermute, dass die ungewohnte Strickposition auf dem neuen Sofa dafür verantwortlich war. Jedenfalls musste ich für einige Wochen pausieren.
Als der Arm besser wurde, setzte ich mein Werk fort. Der erste Clue nach der Pause zog sich hin wie Kaugummi, aber dann verfiel ich zurück in mein altes Tempo. Am 15. April konnte ich das Tuch dann endlich abhäkeln und spannen.

Gespannte Pearled Romance

Leider wurde es aufgrund der recht kleinen Nadelgröße ziemlich winzig. Die von Birgit angegeben Größe lag bei 180cm x 80cm. Mein Tuch betrug ungespannt 134cm x 55cm. Beim Spannen (in dem Fall war es eher ein Zerren) konnte ich noch einige Zentimeter rausholen und kam schlussendlich auf 170cm x 66cm. Das Muster wirkt somit leider etwas langgezogen, aber immerhin kann ich es so einigermaßen tragen, wenn auch eher als Schal. Für eine Stola ist es einfach zu kurz und rutscht daher bei Bewegungen zu schnell herunter.

Pearled Romance Getragen 2

Da ich mit Nadelstärke 4mm und 977,5m Garn wesentlich weniger als die angegebenen 1006-1097m verbraucht und somit noch Garn übrig hatte, dachte ich zunächst darüber nach, um der Länge Willen noch eine Borte anzustricken. Diesen Gedanken habe ich dann allerdings nach einiger Zeit wieder verworfen.

Von den gekauften Perlen habe ich 736 eingestrickt. Eigentlich benötigt man nur 678, aber ich habe mir erlaubt, in einige Stellen (bspw. die Blütenblätter) noch zusätzliche Perlen zu integrieren.
Sie stecken in der kompletten Umrandung (auf dem Blütenbild ist ein Teil davon im unteren Bildbereich zu sehen), in der Mittelraute, in den Blütenblättern und in den mit Ornamenten gefüllten Rauten. Auf der Gesamtaufnahme kann man das leider nicht so gut erkennen, da die Perlen einen ähnlichen Ton wie das Tuch selbst haben.

Pearled Romance Detailaufnahme Blüte

Das Stricken des Tuchs hat sehr viel Spaß gemacht und war wesentlich leichter als erwartet.
Ein kleiner Wermutstropfen ist die Größe für mich allerdings noch immer - auch ein Jahr nach Fertigstellung. Eventuell werde ich es irgendwann noch mal stricken.

Pearled Romance Detailaufnahme Mitte

Was ich aber auf jeden Fall sagen kann: Seit diesem Projekt bin ich definitiv lacesüchtig!

Pearled Romance Getragen 1

An dieser Stelle geht auch nochmal ein herzlicher Dank an Lilly, die mir ihren Garten zur Verfügung gestellt und für mich Tuch-Model gespielt hat (ihre weiße Bluse war einfach lacetauglicher als meine Tunika an diesem Tag). Du bist einfach klasse!

Der Sonne möchte ich auch noch einen dicken Kuss schicken, denn weil sie so freundlich auf den Garten gestrahlt hat, bekommt ihr nun ein Jahr nach Fertigstellung doch noch einigermaßen ansehnliche Bilder. Die Wohnung und der Trockenspeicher, auf dem ich meine Tücher spanne, sind einfach zu dunkel dafür.


Liebe Grüße,

Fees Unterschrift
 

Monday
19. April 2010

Ein Fräulein steht im Walde...

Posted by *+* Fee *+* in ~Kinderkleidung
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Ein Fraeulein steht im Walde...

Was macht man, wenn ein Zwerg Geburtstag feiert? Richtig! Man kommt auf die Idee, eine Zwergenverpackung zu nähen.
Im HS-Forum durfte ich ja schon oft wunderschöne Kinderkleidung bestaunen, aber aus Mangel an eigenem Nachwuchs blieb das Tüddeln mir bislang vorenthalten. So freute ich mich umso mehr, vor einiger Zeit diese süße Maus benähen zu dürfen.

Nachdem klar war, welchen Schnitt ich verwenden wollte, habe ich also erst mal die mir gängigen Shops nach Kinderstoffen durchstöbert und den Schnitt dann zusammen mit Cord, Fleece, Applistoffen, Webbändern und Pompomborten bestellt.
Da Zwerge bekanntlich in Wäldern und Wiesen beheimatet sind, waren die Gedanken an grüne Blätter, braune Baumstämme und getupfte Fliegenpilze nicht aus meinem Kopf zu kriegen, und so kam ich an dem rot-weißen Pünktchenfleece einfach nicht vorbei. Er ist ganz herrlich weich und lädt so richtig zum Kuscheln ein. Grün und Braun wurden mit den Babycordstoffen hinzugefügt.
Allerdings machen ein Tupfenfleece und Babycord allein noch keinen Sommer, ähm, Fliegenpilz. Womit könnte man also diese kleine Kombi aufpeppen? Für Leute ohne Stickmaschine ganz klar: Mit Applikationen!
Bislang hatte ich solche zwar noch nicht erstellt, aber das sollte kein Hinderungsgrund sein.
Bei Farbenmix hatte ich mal ein sogenanntes Kruemelfenster gesehen, welches ich total niedlich fand. In ein solches wollte ich die Applikation einnähen.

Also fix Papier, Zirkel und Stifte herbeigekramt und gezeichnet. Einmal einen Fliegenpilz und dann noch einen Wichtel, der ähnlich frech durchs Kruemelfenster schauen sollte wie die kleinen Zwerge auf dem Zwergenwebband von FM.
Ich wollte eine Applikation auf der Vorderseite und eine auf der Rückseite des Pullis unterbringen.
So sah mein Schreibtisch dann aus:

Schreibtisch mit Applikationsentwürfen

Im Nachhinein fand ich 2 Applikationen dann aber übertrieben, da ein Pulli für eine Einjährige doch winziger ist als zunächst von mir angenommen. So entschloss ich mich, in Anlehnung an den Fleecestoff nur die Pilzapplikation zu verwenden. Den kleinen Wichtel bringe ich vielleicht ein anderes Mal unter.
An manchen Stellen sind die Rundungen nicht ganz so schön geworden, aber für das erste Mal Applizieren bin ich doch ganz zufrieden. Das untere Stück Rasen ist übrigens ein Stück Webkante. Die Fransen passten so gut. ;-)

Pilzapplikation im Detail

Wer sich weiter oben schon gefragt haben sollte, was denn eigentlich ein Krümelfenster sein soll: Das Krümelfenster wirkt wie ein kleines Guckloch im Pulli, das einen Blick auf die Applikation gewährt. Es lässt sich eindrücken und man bekommt den Eindruck, dass es neben den Rändern noch ein ganzes Stück weitergeht (in Wirklichkeit aber nur wenige Zentimeter). Die Applikation wirkt so viel plastischer. Versucht es nur selbst mal, es ist gar nicht schwer! Die Anleitung dazu gibt es hier. Ich habe versucht, den Effekt auf einem Foto festzuhalten. Leider ist dies nicht ganz so gut gelungen, da ich nur mein Handy zum Knipsen zur Verfügung hatte.

Kruemelfenster im Detail

Die Kapuze habe ich noch ein kleines bisschen wichteliger geformt. Der Ausschnitt an der Kapuze kam mir wahnsinnig eng vor und ich hatte schon die Befürchtung, dass man den Pulli nicht über den Kopf bekommen würde. Es ging dann zum Glück doch, auch wenn die Kapuzenöffnung für meinen Geschmack einen kleinen Tick weiter hätte sein können.
Also bitte an der Stelle sicherheitshalber mal nachmessen, wie dick der Kopf des Kindes ist und auf jeden Fall mit elastischem Stich säumen. Auch beim Zuschnitt bitte beachten, dass die Kapuzenkante (wenn vom Muster her möglich) in Dehnrichtung zugeschnitten werden sollte; ansonsten bei Bedarf einfach etwas an Länge zugeben.
Genäht habe ich die Kombi übrigens in der Größe 74/80. Das war an der Maus noch ein bisschen reichlich (für das Bild wurden die Sachen von der Mama einfach nur flott über die aktuelle Garderobe gezogen), aber etwas später sollte es dann gepasst haben.

Kind in der Zwergenverpackung

Ich fand sie darin zum Klauen süß! Leider weiß ich nicht, ob sie die Kombi dann auch wirklich getragen hat. Sie wurde von uns leider nicht mehr an ihr gesehen.


Liebe Grüße,

Fees Unterschrift
 

Friday
16. April 2010

Die verstrickte Dienstagsfrage 15/2010

Posted by *+* Fee *+* in ~Verstrickte Dienstagsfragen
Comment (1) | Trackbacks (0)
Die verstrickte Dienstagsfrage 15/2010

Leider war diese Woche sehr turbulent für mich, so dass ich erst heute zum Beantworten der Dienstagsfrage komme.
Jaja, ich weiß, was ihr jetzt denkt: Das geht ja prima los mit dem reanimierten Bloggerleben! *schäm*

Das Wollschaf möchte diese Woche wissen:

Welches ist das älteste Garn, das ihr unverstrickt zuhause liegen habt? Mögt ihr es mal zeigen? Wisst ihr noch, wann, wo und für welches Projekt ihr es mal gekauft habt?

Oha! Da musste ich doch erst mal in der Wollkiste kramen.
Nun, das älteste Garn in meinem Vorrat wurde strenggenommen schon einmal halb verstrickt.
Als ich vor 3 (?) Jahren beschloss, mit dem Stricken anzufangen, hatte ich mir den Pullover Lucie aus der der Knitty Herbst 2006 in den Kopf gesetzt.
Da mein Erstversuch nicht viel kosten sollte, stöberte ich ein wenig bei der Buttinette herum und entschloss mich schließlich für ein meliertes Garn in Rot- und Orangetönen, gemischt mit Schwarz.

Garn Lagune Print

Das Garn heißt "Lagune Print", die besagte Farbe trägt laut Banderole die Bezeichnung 42 und stammt aus der Partie 2101. Das Material - haltet euch gut fest - besteht aus 100% Polyacryl. Allerdings muss ich gestehen, dass es sich schlimmer anhört, als es sich bei diesem Garn anfühlt.
Die Knäuelchen wiegen jeweils 50g und haben eine Lauflänge von 115m.
Das Garn darf laut Etikett bei 40°C in die Waschmaschine und bei einem Punkt Hitze auch unters Bügeleisen. Reinigung ist ebenfalls erlaubt, der Trockner und (oh Wunder) Bleichen nicht. Laut Angabe sei das Verstricken bzw. Verhäkeln mit Nadelstärke 3-4 optimal.
Was es gekostet hat? Hm... Wenn ich das noch richtig im Kopf habe, belief sich der Preis auf 1 Euro pro Knäuel. 15 Knäuelchen wanderten damals in meinen Einkaufskorb.

Ich schaffte es auch tatsächlich, Vorder- und Rückenteil des Pullovers zu stricken. Bei den Ärmeln ließ mein Elan dann allerdings irgendwie nach. Mir kam der Pullover beim Anhalten zu eng vor. Außerdem wirkten die Farben verstrickt irgendwie anders als in meiner Vorstellung. So fiel der Pullover dann samt seiner ganzen kleinen Knäuelchen in den Dornröschenschlaf.

Neulich habe ich ihn doch tatsächlich wieder erweckt (ok, ohne Küssen ^^).
Allerdings nicht, um mein Lucie-Strickwerk wieder aufzunehmen (ich trage inzwischen eh eine andere Größe) , sondern um Vorder- und Rückenteil zu ribbeln und wieder zu neuen Knäueln zu wickeln. So kann das Garn sich wieder ein wenig glätten.

Was ich aus den kleinen Polytierchen machen werde? Ich habe keinen blassen Schimmer! Aber irgendwann kommt mir der Gedankenblitz! Ganz sicher! Bestimmt! Vielleicht! Eventuell...


Liebe Grüße,

Fees Unterschrift
 
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